Litauen. Wahlen: Präsident Nauseda erklärt den Sieg

Litauen. Wahlen: Präsident Nauseda erklärt den Sieg
Litauen. Wahlen: Präsident Nauseda erklärt den Sieg

(Foto: NG / Ezio Cairoli).

von Alberto Galvi

Präsident Gitanas Nauseda gewann bei der litauischen Präsidentschaftswahl 66 Prozent der Stimmen und schlug Premierministerin Ingrida Simonyte. Im ersten Wahlgang war Simonyte die einzige Frau unter acht Kandidaten und belegte mit 20 Prozent den zweiten Platz. Simonyte gab seine Niederlage zu und gratulierte Nauseda. Dies ist das zweite Mal, dass Nauseda und Simonyte in einer Stichwahl um die Präsidentschaft gegeneinander antreten.
Als Präsident leitet Nauseda die Streitkräfte des Landes und vertritt die Spitzenpolitiker der NATO und der Europäischen Union. Im Land fürchtet man, dass er Moskaus nächstes Ziel sein könnte. Der russische Präsident Wladimir Putin sagte, er habe nicht die Absicht, irgendein NATO-Land anzugreifen.
Litauen trat 2004 sowohl der NATO als auch der EU bei. 2015 trat es der Eurozone und 2018 der OECD bei.
Das schwierige Verhältnis zwischen Nauseda und Simonyte zeigte sich auch in der Außenpolitik, insbesondere in den Beziehungen Litauens zu China. Die Regierung von Vilnius erlaubte Taiwan, im Jahr 2021 faktisch eine Botschaft in der litauischen Hauptstadt zu eröffnen, was den Zorn Pekings provozierte. Während Präsident Nauseda auf die Ergebnisse der Umfragen bei den Europawahlen am 9. Juni und den Parlamentswahlen am 13. Oktober wartet, muss er sich auf die Beziehungen Litauens zu Russland konzentrieren.

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